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3 Liebe Leserinnen und Leser, liebe treue Familie des St. Josephsblattes Von Jesus sind uns im Evangelium viele Worte überliefert, einige auch von seiner Mutter Maria. Vom heiligen Josef ist uns kein einziges bekannt. Wir können eigentlich nur ein Wort mit Sicherheit voraussetzen: Bei der Beschneidung am achten Tag nach der Geburt hatte er als gesetzlicher Vater den Namen des Neugeborenen genannt, wie ihm der Engel befohlen hatte. Das war der Name «Jesus». So wie dieses einzige Wort des hl. Josef, das uns indirekt überliefert ist, so sagt dieses Wort auch alles über das Leben des hl. Josef, denn Jesus wurde nach Gottes Ratschluss zum Zentrum seines Lebens. Im Gegensatz dazu sind uns aber die Taten des hl. Josef wohl bekannt: • «Josef stand auf und tat, wie ihm der Engel des Herrn geboten hatte, und nahm Maria zu sich» (Mt 1,24). • Josef «zog ... hinauf nach Judäa ..., um sich eintragen zu lassen» (Lk 2,4f). • Josef «stand auf, nahm das Kind und seine Mutter und zog nach Ägypten» (Mt 2,14). • Und wieder heißt es: «Er stand auf, nahm das Kind und seine Mutter und zog in das Land Israel» (Mt 2,21). • Dann nennt ihn Maria noch beim Auffinden des zwölfjährigen Jesus im Tempel. Den Vorwurf, durch sein Verhalten seinen Eltern unsägliches Leid verursacht zu haben, bekam Jesus nicht von seinem Vater, sondern von seiner Mutter. Kein Wort ist uns von ihm hierbei überliefert. Der hl. Josef, der «gerechte Mann» aus dem königlichen Geschlecht Davids, der schlichte Handwerker, wurde von Gott zu einer übermenschlich großen Aufgabe auserwählt. Und Gott hat sich in ihm nicht getäuscht: Er wurde der gewissenhafte und gehorsame Erfüller seines Willens zum Heil der Welt, weil er sich an der Hand seines Engels willig führen ließ und seine eigenen Pläne zurücksetzte. In den Berichten über die Kindheit Jesu bei Matthäus und Lukas ist nur dort von ihm die Rede, wo Jesus und Maria, die beiden heiligsten Personen, die ihm anvertraut wurden, größten Gefahren EDITORIAL ausgesetzt waren für Ehre, Leib und Leben. Das St. Josephsblatt trägt mit Stolz und Verpflichtung den Namen dieses großen Heiligen. Obwohl wir in jeder Ausgabe eine eigene Rubrik über den hl. Josef bringen, scheint es angebracht, im St.-Josefs-Monat März einmal zum Schwerpunkt die Gestalt des hl. Josefs zu machen. Viele Heiligen, vor allem in neuerer Zeit, empfahlen den hl. Josef zum Vorbild für ein vertieftes Glaubensleben. Die hl. Theresia von Avila hat seine Verehrung sehr gefördert, auch wegen seiner großen Fürbittkraft. Denn es gibt nach der Muttergottes wohl keinen größeren Fürsprecher am Thron Gottes als denjenigen, den Jesus selbst «Vater» genannt hat. Natürlich sind wir ihm auch sehr dankbar für alle materiellen Hilfen zur Ausbildung unserer künftigen Priester, die er uns vermittelte. Wer hat nicht schon in auffälliger Weise durch ihn unerwartete Hilfe erhalten ... Schweigend, horchend und gehorchend, arm, lauter und treu – so steht er vor uns, so steht er vor Gott. Hl. Josef, bitte für uns! P. Bernhard Speringer Chefredakteur und Schriftleiter GEBETSANLIEGEN DES HL. VATERS für März 2015 Für die Wissenschaftler: Dass ihr Forschen ganz dem Wohl des Menschen gewidmet sei. Der Beitrag der Frauen in der Kirche möge erkannt und gewürdigt werden.


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