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21 recht inständig. Und in der Tat, ich habe klar erkannt, dass dieser mein Vater und Herr es gewesen, der mich sowohl aus meiner damaligen Not als auch aus anderen noch größeren Nöten, die meine Ehre und das Heil meiner Seele betrafen, gerettet und mir sogar mehr noch verschafft hat, als ich zu bitten gewusst. Ich erinnere mich nicht, ihn bis jetzt um etwas gebeten zu haben, was er mir nicht gewährt hätte. Ja es ist zum Erstaunen, welch große Gnaden mir Gott durch die Vermittlung dieses glückseligen Heiligen verliehen und aus wie vielen Gefahren des Leibes und der Seele er mich durch ihn befreit hat. Anderen Heiligen scheint der Herr die Gnade gegeben zu haben, nur in einem bestimmten Anliegen helfen zu können; diesen glorreichen Heiligen aber habe ich in allen Stücken als Nothelfer kennengelernt. Der Herr will uns ohne Zweifel zeigen, dass er ihm im Himmel alles gewähre, was er von ihm begehrt, nachdem er ihm auf Erden als seinem Nähr- und Pflegevater, der das Recht hatte, zu befehlen, untertänig gewesen war. Dies haben auch einige andere Personen erfahren, denen ich geraten, sich ihm zu empfehlen. Jetzt ist die Zahl derer, die diesen Heiligen aufs Neue verehren, schon eine große, und sie alle finden die Wahrheit des hier Gesagten an sich bestätigt. Seinen Festtag, trachtete ich stets, mit aller Feierlichkeit zu begehen, soweit mir dies nur möglich war. Dabei war ich jedoch weniger vom Geiste wahrer Andacht beseelt als von Eitelkeit erfüllt, da ich wollte, dass alles recht schön und glänzend veranstaltet werde. Meine Absicht dabei war zwar gut; aber das Üble hatte ich einmal, dass sich bei allem Guten, wozu mir der Herr seine Gnade verlieh, lauter Unvollkommenheiten und viele Fehler einschlichen. Im Bösen dagegen, in der Prunksucht und in der Eitelkeit, war mir eine große Geschicklichkeit und Sorgfalt eigen. Der Herr wolle es mir verzeihen! Ich möchte jedermann zureden, diesen glorreichen Heiligen zu verehren, weil ich aus viel Erfahrung weiß, wie viele Gnaden er bei Gott erlangt. Niemals habe ich jemand kennengelernt, der eine wahre Andacht zu ihm trug und durch besondere Übungen ihm diente, an dem ich nicht auch einen größeren Frotschritt in der Tugend wahrgenommen hätte; frnn er fördert die Seelen, die sich ihm anempfehlen, gar sehr. So viel ich glaube, flehe ich ihn schon seit einigen Jahren, jedes Mal an seinem Festtage, um eine besondere Gnade an, und immer sehe ich meine Bitte erfüllt. Ist dieselbe nicht ganz rechter Art, so lenkt er sie zu etwas Besserem für mich.» (Libro de la vida, Sechstes Hauptstück, Nr. 7) Worte über den hl. Josef Auch heute noch haben wir bleibende Gründe, um jeden Menschen dem heiligen Josef zu empfehlen. Hl. Papst Johannes Paul II. Anderen Heiligen hat Gott nur gewährt, in gewissen Anliegen Menschen beizustehen. Der heilige Josef aber ist gleich dem ägyptischen Josef zum Haushalter und allgemeinen Ausspender der Göttlichen Gnadenschätze bestellt, sodass man in jeglichem Anliegen zu ihm als dem allgemeinen Nothelfer gehen und sichere Hilfe erwarten kann. Hl. Thomas von Aquin, Kirchenlehrer Ich liebte ihn immer, den Heiligen im Arbeitskittel, und setzte auf ihn stets mein ganzes Vertrauen; und niemals enttäuschte er mich. Auch jetzt, wenn mich als Oberhaupt der Christenheit schwere Sorgen drücken, wende ich mich an ihn, den stillen Heiligen an der Hobelbank, der zugleich der Schutzherr der Kirche ist, wie er sich einst schützend vor Maria und ihr Göttliches Kind stellte. Hl. Papst Johannes XXIII. Liebe junge Freunde, lernt vom heiligen Josef. In Schwierigkeiten hat er nie das Vertrauen in Gott verloren und konnte sie so überwinden. Papst Franziskus


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